Format

Send to

Choose Destination
J Dtsch Dermatol Ges. 2017 Jul;15(7):758-768. doi: 10.1111/ddg.13036_g.

S1-Leitlinie Lipödem.

Author information

1
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Ruhr-Universität Bochum.
2
Hanse-Klinik, Lübeck.
3
Facharzt für Radiologie, Freiburg.
4
Hautarztpraxis Düsseldorf.
5
Zentrum für Gefäßmedizin, Hamburg.
6
Gefäßzentrum, Benedictus Krankenhaus Tutzingen GmbH & Co. KG, Tutzingen.
7
Gefäß- und Lymphzentrum Nord-West am Mathias-Spital, Rheine.
8
die hautexperten, Berlin.
9
Hautmedizin Bad Soden.
10
Plastische Chirurgie, Dreifaltigkeits-Krankenhaus Wesseling.
11
Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover.
12
FA für Allgemeinmedizin, Phlebologie, Lymphologe BVL/DGL(TM).
13
Lymphklinik Wolfsberg, Landeskrankenhaus Wolfsberg, Österreich.

Abstract

Die vorliegende überarbeitete Leitlinie zum Lipödem wurde unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (DGP) erstellt und finanziert. Die Inhalte beruhen auf einer systematischen Literaturrecherche und dem Konsens von acht medizinischen Fachgesellschaften und Berufsverbänden. Die Leitlinie beinhaltet Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie des Lipödems. Die Diagnose ist dabei auf der Basis von Anamnese und klinischem Befund zu stellen. Charakteristisch ist eine umschriebene, symmetrisch lokalisierte Vermehrung des Unterhautfettgewebes an den Extremitäten mit deutlicher Disproportion zum Stamm. Zusätzlich finden sich Ödeme, Hämatomneigung und eine gesteigerte Schmerzhaftigkeit der betroffenen Körperabschnitte. Weitere apparative Untersuchungen sind bisher besonderen Fragestellungen vorbehalten. Die Erkrankung ist chronisch progredient mit individuell unterschiedlichem und nicht vorhersehbarem Verlauf. Die Therapie besteht aus vier Säulen, die individuell kombiniert und an das aktuelle Beschwerdebild angepasst werden sollten: komplexe physikalische Entstauungstherapie (manuelle Lymphdrainage, Kompressionstherapie, Bewegungstherapie, Hautpflege), Liposuktion und plastisch-chirurgische Interventionen, Ernährung und körperliche Aktivität sowie ggf. additive Psychotherapie. Operative Maßnahmen sind insbesondere dann angezeigt, wenn trotz konsequent durchgeführter konservativer Therapie noch Beschwerden bestehen bzw. eine Progredienz des Befundes und/oder der Beschwerden auftritt. Eine begleitend zum Lipödem bestehende morbide Adipositas sollte vor einer Liposuktion therapeutisch angegangen werden.

PMID:
28677176
DOI:
10.1111/ddg.13036_g

Supplemental Content

Full text links

Icon for Wiley
Loading ...
Support Center