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J Dtsch Dermatol Ges. 2016 May;14(5):508-13. doi: 10.1111/ddg.12750_g.

Gebrauch von Komplementärmedizin bei Patienten mit metastasierendem Melanom unter Therapie mit Ipilimumab innerhalb einer klinischen Studie.

Author information

1
Arbeitsgruppe Integrative -Onkologie, Dr. Senckenbergisches Chronomedizinisches Institut, J.W. -Goethe-Universität, Frankfurt am Main, Deutschland.
2
Klinik für Dermatologie, Elbe Kliniken in Buxtehude, Buxtehude, Deutschland.
3
Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, Deutschland.
4
Abteilung für Internistische -Onkologie, Fachklinik Hornheide, Hornheide, Deutschland.
5
Klinik und Poliklinik für -Dermatologie und Allergologie der LMU München, München, Deutschland.
6
Klinik für Dermatologie, -Universitätsklinik Duisburg-Essen, Essen, Deutschland.
7
Hautklinik und Poliklinik, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz, Deutschland.

Abstract

HINTERGRUND UND ZIEL:

In Deutschland wenden 40-90 % aller Krebspatienten Methoden der komplementären and alternativen Medizin (KAM) an. Bis dato gibt es kein Datenmaterial zum Einsatz der KAM bei Melanompatienten. Das Ziel unserer Studie war es, Daten über den Gebrauch, die Informationsquellen und Ziele von Patienten mit metastasierendem Melanom zu erfassen.

PATIENTEN UND METHODEN:

Einhundertsechsundfünfzig Patienten aus 25 Studienzentren nahmen an der DecOG-MM-PAL Multibasket Studie teil. Die beteiligten Personen wurden auch gebeten, an einer Nebenstudie teilzunehmen, die ihren Gebrauch von KAM erfassen sollte. Dazu wurde während der Behandlung ein standardisierter Fragebogen zu genau festgelegten Zeitpunkten ausgeteilt.

ERGEBNISSE:

Insgesamt gingen 55 Fragebögen von 32 (21 %) Melanompatienten ein. Von diesen gaben 17 (53 %) ein Interesse an KAM an, und sieben (22 %) machten von KAM Gebrauch. Die Hauptinformationsquellen (31 %) waren Familienmitglieder und Freunde, gefolgt von Ärzten (19 %). Die Hauptgründe für die Anwendung von KAM waren die Stärkung des Immunsystems (41 %) und des Körpers (34 %). Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine und Spurenelemente) wurden am häufigsten angewendet (28 %).

FAZIT:

Eine relativ hohe Anzahl an Patienten mit metastasierendem Melanom machte trotz Teilnahme an einer klinischen Studie von KAM Gebrauch. Wechselwirkungen könnten durch biologisch basierte KAM auftreten, und hier besonders bei immunmodulierenden KAM- Strategien. Um Risiken zu vermeiden, sollte die Kommunikation zwischen den Ärzten und den Patienten verbessert werden.

PMID:
27119473
DOI:
10.1111/ddg.12750_g

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